Du möchtest Regenwasser clever nutzen und suchst nach einer einfachen Lösung – ganz ohne teures Werkzeug? Dann ist eine Regentonne genau das Richtige. Sie spart nicht nur Trinkwasser, sondern schont auch deinen Geldbeutel. Das Beste: Du brauchst weder spezielles Können noch Profi-Werkzeug, um sie anzuschließen. In diesem Ratgeber zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du eine Regentonne schnell, sicher und ohne Stress anschließt.
Warum überhaupt eine Regentonne?
Regenwasser sammeln hat viele Vorteile. Es ist kostenlos, weich und ideal zum Gießen. Gerade im Sommer, wenn das Leitungswasser knapp und teuer wird, zahlt sich das aus. Mit einer Regentonne kannst du dein Gartenwasser selbst gewinnen – ganz einfach über die Dachrinne.
Ein durchschnittliches Dach von 100 m² liefert bei einem kräftigen Regenschauer bis zu 600 Liter Wasser. Warum also verschwenden?
Was du brauchst – die Einkaufsliste
Vorbereitung ist alles. Zum Glück hält sich das Zubehör in Grenzen. Hier ist deine Checkliste für den Anschluss ohne Spezialwerkzeug:
- Regentonne (100–300 Liter, je nach Platz)
- Fallrohrfilter oder Regensammler passend zur Größe deiner Regenrinne
- Schlauch oder Verbindungskit zwischen Fallrohr und Tonne
- Bohrmaschine mit Standardholzbohrer (10–30 mm ausreichend)
- Laubsieb oder Gitter (optional, gegen Verunreinigung)
- Tonne mit Deckel und Hahn (oft schon vorinstalliert)
Alles bekommst du im Baumarkt oder online – meist für unter 100 Euro.
Der beste Platz für die Regentonne
Stell die Tonne möglichst nahe an ein Fallrohr. Der Untergrund sollte eben, tragfähig und leicht erhöht sein. Ein paar Pflastersteine oder ein stabiler Kunststofffuß helfen dir dabei. So kommt später bequem eine Gießkanne drunter.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
1. Fallrohr prüfen und vorbereiten
Miss die Stärke deines Fallrohrs und wähle einen passenden Regensammler. Dann entscheidest du, wo genau du ihn einbaust – meist auf etwa 30–60 cm Höhe über der Tonne.
Jetzt geht’s ans Bohren: Markiere die Stelle und bohre mit dem Holzbohrer ein Loch durch das Fallrohr. Keine Sorge – das ist einfacher als es klingt. Die meisten Regensammler passen sich leicht an Rundungen an.
2. Regensammler einsetzen
Der Sammler wird ganz einfach in das gekürzte Fallrohr gesteckt oder direkt verschraubt – je nach Modell. Danach wird er mit einem kurzen Schlauch an die Tonne angeschlossen. Alles ohne spezielles Werkzeug – wenden, stecken, fertig.
3. Tonne anschließen und abdichten
Die Tonne hat meist eine vorgestanzte Öffnung für den Zulaufschlauch. Falls nicht, kannst du selbst mit dem Bohrer in passender Höhe nachhelfen. Der Schlauch wird dort wasserdicht eingeführt. Ein Gummidichtring oder Silikon hilft gegen Tropfen.
4. Überlauf absichern (optional, aber gut)
Bei starkem Regen kann die Tonne überlaufen. Abhilfe schafft ein Überlaufanschluss auf der Rückseite, der überschüssiges Wasser einfach ins alte Fallrohr zurückleitet oder kontrolliert im Garten versickern lässt.
Keine Lust auf Bohren? Es geht auch anders
Für alle, die gar nicht bohren möchten, gibt es Regensammler mit Gummimanschetten. Diese klemmen sich einfach an das Fallrohr. Kein Schrauben, kein Werkzeug. Allerdings sind sie meist etwas teurer.
Wichtige Pflegetipps für deine Regentonne
Damit das Wasser lange frisch bleibt, beachte ein paar einfache Regeln:
- Deckel immer geschlossen halten – gegen Mücken und Laub
- Regelmäßig ausleeren, etwa alle 2–3 Wochen
- Einmal jährlich reinigen, am besten vor dem ersten Frost
Fazit: Einfach, günstig und sinnvoll
Eine Regentonne anzuschließen ist überraschend leicht – auch ohne Heimwerkerkenntnisse oder Spezialwerkzeug. Mit wenigen Handgriffen nutzt du kostenloses Regenwasser und tust deinem Garten wie der Umwelt etwas Gutes. Und das Beste: Du kannst jederzeit nachrüsten oder erweitern.
Probier es aus – dein Garten wird es dir danken!




